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Zugticket erlitten

May 30, 2011
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Liebe Leute, in einem der vergangenen Eintraege hatte sich die Sensation ja schon angedeutet: ich habe Zugtickets gekauft. Ausnahmsweise hatten Lonely Planet und bekannte Reisende recht – der Fahrkartenkauf in Russland ist die reinste Hoelle. Und zwar fuer alle glaube ich, aber natuerlich noch mehr fuer die Nicht-Russischsprechenden unter uns. Nach eineinhalb Stunden, zwei Schweissausbruechen und vier verschiedenen Schaltern  am Ladoga-Bahnhof bin ich stolze Besitzerin dreier Karten. Von St. Peter nach Petrozavodsk und von dort nach Moskau, jeweils dritte Klasse Platzkarten natuerlich wegen zwanghaftem Drang meinerseits zur interkulturellen Kommunikation. Am internationalen Schalter gabs dann das Ticket Moskau-Budapest, aber erst nachdem ich einem koreanischen Rentnerpaar dabei geholfen habe, nach Helsinki zu gelangen. Fragt nicht, wie.

Mit der Transsibirischen wird es also nichts, aber das hier reicht erstmal, glaubt mir. Der Bahnhof an sich war uebrigens auch ein Erlebnis, mit den erwaehnten Menschenmassen ueberall – gerne genau dort, wo man selber ansteht und gerne die Transaktion, die man gerade durchleidet, zwei Zentimeter hinter einem klebend interessiert mitverfolgend – , Gruppen mit Expeditionsgebaeck, die auf den Zug nach Murmansk warteten und allerlei unfreundlichem Servicepersonal. Ich kann wieder mal jedem, der sich ueber deutsche “Buerokratie” beschwert,  empfehlen, einmal im Leben ein Zugticket an einem russischen Bahnhof zu kaufen. Prost.

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