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Roma

February 13, 2011
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Ich schlendere nach dem Schwimmen durch die lichtdurchflutete Stadt. Happy, dass ich meinen Arsch hochgekriegt habe. Bisschen besorgt wegen den Knieschmerzen, aber egal. Seit neuestem erkunde ich wochenends die Stadt. Will mir beweisen, dass es auch in Freiburg etwas zu entdecken gibt.

Und dann das.

Ich laufe an einem Café vorbei und da liegt etwas auf dem Boden. Ich sehe, dass es ein Buch ist und habe sofort den absurden Gedanken, es könnte von dem Antiquariat an der Ecke herübergeweht (!) sein. Vielleicht, weil es aus den 50ern ist und verweht aussieht. Vielleicht, weil ich in letzter Zeit viele absurde Gedanken habe. Egal. Es liegt da. Es ist ein Reiseführer. Über Rom.

Das kann nichts anderes als ein Zeichen sein. Je verzweifelter, unglücklicher und älter ich werde, desto mehr glaube ich an diesen Bullshit. Wieso liegt da jetzt, an diesem Samstag Mittag, ein Romreiseführer auf der Strasse, genau dort, wo ich vorbeilaufe? Ist doch klar. Ich denke die letzten Tage viel an Rom. Ständig. Habe geträumt, dass ich die Viale delle Terme di Caracalla – schönster Strassenname der Welt – entlanglaufe. Die Kiefernallee. Die Ruinen. Die Mopeds.

Ich hebe das Ding auf. Es gibt ein Kapitel über Kirchen. Ich kenne jede einzelne beschriebene Kirche in diesem verdammten Buch! Ich weiss, dass Caravaggios Berufung und Martyrium des Matthäus den linken Seitenaltar der San Luigi dei Francesi schmückt. Oh mein Gott, ich will da hin! Ich will Schönheit, Pomp und Verfall um mich haben! Und einen caffè macchiato bitte, grazie.

Mittlerweile ist eine halbe Stunde vergangen, ich habe einen schlechten Capuccino getrunken und denke: war ich damals glücklich? Jetzt bin ich es. Weil ich weiss, dass ich da wieder hin will. Unter anderen Bedingungen, mit sauberen Karten, wie man auf Ungarisch sagt, frei. Drückt mir die Daumen.

Rom und die grosse weite Welt auf meinem Balkon

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4 Comments leave one →
  1. Kati permalink
    February 17, 2011 16:33

    Hm.
    Róma.
    Nem is rosz ötlet.
    Akkor még lenne esélyem mégis meglátogatni.
    De Budapest szerintem ugyan olyan jó lenne!
    Itt is van Schönheit Pomp és Verfall, meg egy örült Miniszterelnök.
    Ès ott sem fognak többet fizetni.
    Amúgy szerintem nem “Bullshit” az ilyen. Az ilyen az tényleg jel. Én pont hogy 15 éves koromban hittem nagyon az ilyenekben, nem most hogy idös vagyok, de nem azért mert már úgy gondolom hogy nem érdemes hinni benne, csak azért mert nem veszem az idöd magamnak meglátni öket (azaz a jeleket).
    Nos. Ennyi tölem.
    Imádlak!
    Kati
    Ps: Hát igen, sejtettem hogy valami magasabb Ensz-poszt lehetett az, de hát, akkoris: rád kellet gondoljak! 🙂

  2. February 18, 2011 09:53

    : )
    Persze, Budapest az ideálcél, de talán minden út Rómába vezet (elöször). Amúgy meg rengeteget fizetnek, ami kicsit befolyásolja a döntésemet….
    Na, majd meglátjuk.
    Sok-sok-sok puszi
    KATI

  3. netudki permalink
    February 23, 2011 13:02

    Nem igaz, mert a Ronyva szebb, de az Aranyhegy se rondább. És mi a baj a Gerhart-Hauptmann-nal.
    Egy kívánságod viszont máris teljesült, mert a Verfall hiányára aztán tényleg nem panaszkodhatsz. 🙂

  4. Anonymous permalink
    June 6, 2016 22:56

    Most megint elolvastam ezt az írásod. Hát Rómából Washington lett! Azért ez sem rossz!

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