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1001 Variationen auf Heimweh

March 31, 2010
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Es ist schon Wahnsinn, was einen wo hinziehen, wer einen an was erinnern und wo einem wer oder was fehlen kann. Alles klar?

Als heute in der Rundmail einer meiner freiburger Kollegen der Satz fiel: “Lust auf ein Osterbierchen am Donnerstag um 17:30 im Aguila?” – ja, da dachte ich an das warme frühlingshafte Freiburg, an blühende Narzissen und die chinesischen Blauglockenbäume in der Tennenbacher Straße. Und sie haben mir gefehlt, zusammen mit dem Bierchen.

Oder letztens ein alter BMW mit münchner Kennzeichen, einmal in der Kinowerbung und ein zweites Mal in der Innenstadt …. Da wollte ich plötzlich vom Odeonsplatz, über das Haus der Kunst Richtung Englischer Garten laufen und nicht von der Rue de la Loi, über Schuman zum Place Jourdan.

Auch schlimm und im Grunde völlig unerklärlich: die ungestillte Sehnsucht nach den zwei barristas der blue bar im 8. Stock des FAO-Gebäudes, Blick auf die Terme di Caracalla, Mr. J an der Seite, römische Sonne im Nacken.

Und dann – der Biss in ein Salamibrot. Ja! Wie meine engsten Vertrauten bereits wissen, ist das für mich der Augenblick totalen, tiefen, im Grunde undefinierten Heimwehs. Mit Kopfkino und Tränen in den Augen. Da kommt dann alles hoch: Sommer in Dömös, streunende Katzen im 13. Bezirk, flirrender Asphalt, die besten Salzstangen der Welt morgens schon im Bett und drei Stunden Wartezeit bei Hegyeshalom. Die ungarischen Fetzen meiner Kindheit.

Dagegen ist die Tatsache, dass mir der italienische Kaffee, die spanische Wärme und die gewohnte Anordnung der Lebensmittel bei Aldi fehlen, ein Witz.

Liebe Leute, soviel Nostalgie musste sein. Euch allen schöne Ostern daheim, oder wo auch immer ihr seid! Nachtrag/metablogging/Werbung:

– Kommentare zur Natur von Heimat ausdrücklich erbeten.

– Rechts seht ihr die neue Kategorie Nostalgie. Seid gespannt auf den nächsten Eintrag zum Thema Europaromantik!

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2 Comments leave one →
  1. Kati permalink
    April 4, 2010 17:03

    Kati!

    Hiányzol. Csak ennyi. Ugysem tudom olyan jól kifejezni, mint ahogy te írsz ebben a blogban.
    Imádlak és hiányzol. Ès annyi minden van a szívemben, lelkemben és agyamban, hogy túl sok. Estoy mareada. És tök jó lenne veled beszélni.
    Ez a ‘k*%b&@§s”z%o§t$t& magisztermunka valahogy nem akar lekerekedni, ez minden elvárások ellenére valahogy kikészit.
    Na ja. Majd remélem hogy megint egyszer Skypolunk!
    Annak dacára hogy ismétlödöm:
    HIÀNYZOL és
    IMÀDLAK!

    Millió Puszi
    Kati

    Ps: Ach ja, “Heimat”: Pseudo-ungarische Ostern in München. Einandhalb Stunden Messe mit 3 Klingelton-unterbrechungen. Verkochter Schinken, Tränen beim Reiben von Meerrettich. Mit Wachs bemalte, gefärbte Eier, Kalács. Und:
    MSZP-nél jártam,
    Ibolyát láttam,
    le volt fizetve,
    szavazz a FIDESZ-re!
    🙂

Trackbacks

  1. Heimweh strikes again | ami a fejemen átmegy

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